Reduzierte Schachtgrube

Reduzierte Schachtgrube: bei den meisten Aufzügen sind 350 mm ausreichend (© Michael Dedeke, www.fotograf-muenster.de) Die 1,0 m tiefe Schachtgrube kann bei Bedarf auf 350 mm reduziert werden (© Michael Dedeke)

Bei den Serien 300, 500 und 700 ist im Bedarfsfall eine reduzierte Schachtgrube von 350 mm möglich. Die Tiefe der Standard-Schachtgrube liegt normalerweise bei mind. 1.000 mm. Die Serie 900 ermöglicht eine reduzierte Schachtgrube von immerhin noch 650 mm. Dadurch kann vor allem bei Nachrüstung oder Modernisierung vieles einfacher und kostengünstiger werden.

Schön wäre es, wenn die Dicke des Fußbodens auch für den Unterbau einer Aufzugkabine ausreichen würde, wenn man also eine Aufzuginstallation direkt auf der Rohdecke beginnen könnte. Leider wird das wohl noch längere Zeit eine Wunschvorstellung bleiben. Theoretisch möglich ist es heute schon, aber der sicherheitstechnische Aufwand ist immens. Es geht ja nicht nur um den Kabinenboden, der untergebracht werden muss. Nach dem heutigen Stand der Technik muss die Kabine für den Fall eines Steuerungsdefekts die unterste Etage ein paar Zentimeter unterfahren können, um damit in den Bereich zu kommen, wo sie durch einen Sicherheitsschalter gestoppt wird. Und dann muss auch noch ausreichend Pufferweg verbleiben…

Praktisch bedeutet das, dass es ganz ohne eine Schachtgrube nicht geht.

Eine reduzierte Schachtgrube mit selbsttätig wirkender Sicherheitseinrichtung

Es kann aber sehr wohl diskutiert werden, wie tief diese Schachtgrube sein muss. Dabei geht es nicht nur um die Frage, welche Baugruppen zwischen dem Kabinenfußboden und der Schachtsohle untergebracht sind und von welchen Fahr- und Bremswegstrecken im ungünstigsten Fall ausgegangen werden muss. In der Regel ist auch zu berücksichtigen, dass sich mindestens ein Monteur zu Wartungs- oder Reparaturarbeiten unter der Kabine befinden kann. Und dessen Gesundheit darf natürlich nicht gefährdet sein, selbst wenn die Kabine in der niedrigstmöglichen Position auf zusammengedrückten Puffern steht.

Aus diesem Grund sind normale Schachtgruben mindestens ungefähr einen Meter tief. Und je schneller ein Aufzug fahren kann, umso tiefer werden sie.

Nun ist es meist nicht besonders schwierig, in eine bestehende Decke ein Loch zu schneiden. Aber wenn es sich dabei um den Kellerfußboden handelt, weil man mit dem Aufzug auch das Kellergeschoß anfahren möchte, muss schon recht sorgfältig geplant und ausgeführt werden, um nicht z. B. Feuchtigkeitsprobleme zu riskieren. In jedem Fall wird die Aufgabe umso anspruchsvoller – und leider auch teurer – je tiefer die Schachtgrube werden soll.

Eine Reihe technischer Maßnamen bilden bei Kloke Aufzügen die Voraussetzungen dafür, dass eine effektiv reduzierte Schachtgrube möglich wird. Im Ergebnis bedeutet das:

  • für die Serien 300, 500 und 700 beträgt die minimale Schachtgrubentiefe 350 mm unter OKFF
  • für die Serie 900 beträgt die minimale Schachtgrubentiefe 650 mm unter OKFF

Selbstverständlich darf der Monteur durch eine reduzierte Schachtgrube nicht gefährdet werden. Deshalb sorgt eine zertifizierte Sicherheitseinrichtung selbsttätig dafür, dass die Kabine in ausreichender Höhe festgesetzt wird, sobald ein Monteur die unterste Schachttür entriegelt.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*